Geschichte - Offene Tür

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Verein OT

Der Verein Offene Tür feiert im Jahr 2014 sein 60-jähriges Bestehen.
Die geschichtliche Entwicklung wurde in einer Broschüre zusammengefasst:

Download Jubiläumsbroschüre

Der Pioniergeist ist geblieben - die Zukunft erfordert weitere heilsame Lebensräume!

Mit einer Jubiläumsbroschüre wollen wir einen Einblick in die Geschichte und Entwicklung der Offenen Tür geben.
Mehr als zehn Jahre vor der Vereinsgründung im Jahr 1954 riefen Richard und Rahel Sallmann die Sonnenhof-Gemeinschaft
in Gelterkinden/BL ins Leben und lebten mit strafentlassenen Männern zusammen. Der Pioniergeist ist erhalten geblieben. Aus einer christlichen Grundhaltung reagierten die Verantwortlichen immer wieder flexibel auf die Nöte der Zeit und gründeten neue Arbeitszweige. Durch ihre Leitungspersonen, Beratungen, Referate, Schulungen und Publikationen wurden zudem andere zum diakonischen Handeln und zur Gründung von entsprechenden Institutionen inspiriert.

Vorstand und Mitarbeitende wollen auch in Zukunft heilsame Lebensräume schaffen, wo Teenager, Jugendliche und Menschen mit unterschiedlichen Nöten Lebenshilfe erhalten und tragfähige Gemeinschaft erleben. Unseren Einblick verbinden wir mit einem Dank an alle, welche die Offene Tür unterstützt haben und weiter mit uns verbunden bleiben, sei es durch ehrenamtliche Mitarbeit, Spenden, Gebet oder durch Interesse und Wohlwollen. Wir danken für die Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern im sozialen, medizinischen, wirtschaftlichen, kirchlichen und staatlichen Umfeld.

Nicht zuletzt gehört Gott der Dank für alles Gute, das uns geschenkt wurde - manchmal durch grosse Herausforderungen und Schwierigkeiten hindurch. Dieses Erleben stimmt uns zuversichtlich für den weiteren Weg.

Pfr. Thomas Widmer-Huber
Koordination Diakonische Hausgemeinschaften
und Fachstelle Gemeinschaftliches Leben

Peter Wirz, Präsident Verein Offene Tür



Diakonische Hausgemeinschaften der Offenen Tür

Ein kurzer Einblick in die Vorgeschichte und Entwicklung ab 1995

Zur Vorgeschichte:
Hausgemeinschaften gibt es in der Geschichte der Offenen Tür schon lange. Es begann 1941-1953 mit dem Sonnenhof in Gelterkinden/BL mit Rahel und Richard Sallmann als Hauseltern (1954 Gründer der Offenen Tür). In den 60er Jahren förderte die Offene Tür das gemeinschaftliche Leben im Sonnenheim Basel, 1984-2000 durch die Lebens- und Therapiegemeinschaft Fischerhus in Verbindung mit der Arbeit unter drogensüchtigen Männern unter der Leitung von Christoph und Susann Meister.

1995: Wohngemeinschaft Giessliweg
Thomas und Irene Widmer gründen mit Unterstützung der Offenen Tür die WG Giessliweg in Basel und leiten die Gemeinschaft bis zu ihrem Umzug auf das Fischerhus-Areal Ende 1999. Widmers leben zusammen mit Studierenden, Auszubildenden und einzelnen Frauen und Männern, die aus einem Therapiehaus kommen und froh sind, nicht alleine zu leben und bei Bedarf Unterstützung zu erhalten. Die Erfahrungen aus dieser Zeit veröffentlicht Thomas Widmer in der Broschüre "Gemeinschaftliches Leben mit Chancen" (Angaben bei "Fachstelle Gemeinschaftliches Leben").

2000: Ensemble
Die Offene Tür beendet ihre Therapiearbeit unter Drogensüchtigen und ermöglicht Thomas und Irene Widmer den Aufbau der Diakonischen Gemeinschaft Ensemble im Fischerhus Riehen. Anliegen: Als Christen gemeinsam leben, füreinander kochen, zusammen essen, Freud und Leid teilen, zusammen beten und feiern. Gegenseitige Unterstützung in der Nachfolge, Angebot von Wohnbegleitung für einzelne Männer und Frauen im Rahmen einer tragfähigen Gemeinschaft.

2003: Sunnehus
Aus der Drogenentzugsstation an der Baselstrasse 53 wird die Hausgemeinschaft Sunnehus mit Regin und Michael Selinger.

2002: Läbeshus
Auf dem Fischerhus-Areal entsteht im Hinterhaus eine Hausgemeinschaft (Personen in vier Wohnungen), geleitet von Bernhard Tanner. Ab 2004 steht sie unter der Leitung von Dan und Catrin Backlund, ab 2007 sind Vera und Laurent Marti für die Hausgemeinschaft „Läbeshus" verantwortlich.

2005, ab 2007 als Fachstelle Gemeinschaftliches Leben
Die Offene Tür fördert das gemeinschaftliche Leben und die Gründung von neuen Diakonischen Wohnprojekten mit 10 Stellenprozenten (Thomas Widmer, unterstützt von Irene Widmer).

2006: Schärme
Eröffnung Diakonische Hausgemeinschaft Schärme an der Schlossgasse 27 mit Käthi und Ernst Kipfer, ab April 2011 unter der Leitung von Frank und Karin Kepper.

2009/2010: Vis-à-vis
Gründung der Hausgemeinschaft Vis-à-vis im Erlensträsschen 44 unter der Leitung von Therese und Beat Ledermann.

2011: Umzug Ensemble in den Moosrain
Umzug der Gemeinschaft Ensemble und damit auch von Familie Widmer vom Fischerhus in das Gemeinschaftshaus Moosrain, welches von einer Glaubens-, Lebens- und Dienstgememeinschaft geleitet wird (www.moosrain.net).

2011: Jugend-WG im Fischerhus
Ein Teil der Ensemble-Mitbewohner(innen) bleibt im Fischerhus. Aufbau der Hausgemeinschaft Fischerhus für junge Männer und Frauen, geleitet von Andreas und Joëlle Leuzinger.

2012: Sechs Hausgemeinschaften
Zurzeit leben in den sechs Diakonischen Hausgemeinschaften der Offenen Tür rund 60 Personen, davon 10 mit Wohnbegleitung und einzelne, die von der Leitung ehrenamtlich begleitet werden. Der Schöpfer der Gemeinschaft hat uns in den letzten Jahren vieles geschenkt und ermöglicht. Ihm gebührt unser Dank.

Ausblick:
Die Diakonischen Hausgemeinschaften der Offenen Tür wollen weiterhin für Singles und Familien gemeinsames Leben ermöglichen, mit Gottes Gegenwart rechnen, in integrativen Wohnmodellen heilsamen Lebensraum anbieten und für andere Inspiration sein.

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